Pokerarten in denen der Spieler sowohl offene als auch verdeckte Karten in den jeweiligen Runden bekommt, nennt man Stud Poker. Der Spieler hat normalerweise hier in jeder Runde einen anderen Platz. Wessen offene Karten am Ende den höchsten Wert haben gewinnt das Spiel. Mit dem Begriff Hole Cards beschreibt man die Karten, die verdeckt sind.
Es gibt unter den Stud Poker Varianten zwei Arten die besonders wichtig sind, da alle Varianten auf diesen beruhen. Hier wäre zum einen 5 Card Stud und zum anderen 7 Card Stud zu nennen.
Hierbei blickt diese Pokerart bereits auf eine lange Tradition und Geschichte zurück, denn sie entstand bereits im amerikanischen Bürgerkrieg ca. 1860. Die Beliebtheit des Spiels hielt konstant bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts an.
Inzwischen wird von den beiden genannten Pokervarianten 7 Card Stud bevorzugt.
Dies hat damit zu tun, dass man dieses Spiel auch in Casinos spielen kann und sicher auch damit, dass man es bei der WSOP spielt.
Außer 5 und 7 Card Stud Poker gibt es noch weitere Varianten. Diese sind in der Regel nicht so bekannt und beliebt wie die bereits genannten Stud Poker Arten.
Hier jedoch einige Beispiele: Six-Card Stud, Razz, Eight-or-better high-low stud, Mississippi Stud, Mexican Stud oder Blind Stud.
Das 5 Card beginnt damit, dass eine Karte verdeckt und eine aufgedeckt wird.
Nun gibt es eine erste Runde in der beispielsweise mit einem sogenannten “Bring-In” gespielt wird. Das heißt, dass es einen Einsatz gibt, der in jedem Fall gemacht werden muss. Dies ist also ein Zwangseinsatz, der dann von dem Spieler geleistet wird, der die schwächste Karte besitzt. Es könnte auch vorkommen, dass es zwei Spieler mit der gleichen niedrigsten Karte gibt, wobei dann die Reihenfolge der Farben zur Entscheidung beiträgt, wer denn nun den “Bring-In” machen muss.
Den Spielanfang macht wiederum der Pokerspieler, der die höchste aufgedeckte Karte sein Eigen nennt. Gibt es hier wiederum 2 Spieler, die eine Karte mit dem selben Wert haben wird so entschieden, dass der erste Spieler, der links vom Dealer sitzt beginnen darf.
Nach dieser Runde gibt es erst einmal eine Burncard, bevor die nächste Wettrunde gespielt wird. Auch diesmal beginnt man mit einer Karte die aufgedeckt wird. Hier darf der Spieler anfangen, der durch diese aufgedeckte Karte das beste Blatt hat.
Beim 7 Card Stud bekommt jeder Spieler 3 Karten, zwei Hole Cards und eine aufgedeckte handelt, wobei der Spieler mit den schlechtesten Karten den “Bring-In” macht. Nun fängt die Runde an, in der dem Spieler verschiedene Möglichkeiten offen stehen. Er kann den Einsatz erhöhen (Raise), den bislang geleisteten Einsatz übernehmen (Call) oder die Karten ablegen (Fold). Eine vierte Karte wird erst aufgedeckt, wenn sämtliche Spieler gesetzt und den selben Betrag in den Pot einbezahlt haben. Das nennt man im Übrigen Fourth Street.
Die nächste Runde wird gespielt, wobei bei dieser fünften Runde (Forth Street) die Einsätze dem niedrigsten Limit entsprechen. Das ändert sich allerdings, wenn ein Spieler ein Pair hat. Mit einem Paar darf man (Spieler mit dem ersten Einsatz) festlegen ob es für die Einsatzrunde ein höheres Limit geben soll.
Hat man ein Fixed Limit dann ist die Höhe der Einsätze bei der Fifth Street-Karte immer das höhere Limit. Dabei spielt es keine Rolle ob man ein Paar hat oder nicht. Man deckt schließlich bei Sixth Street die letzte Karte und verteilt sie. Nun ist man mit der Seventh Street bei dem letzten Teil des Spieles angelangt, bei dem noch einmal jeder Spieler eine aufgedeckte Karte bekommt. Nach einer letzten Runde entscheidet sich dann das Spiel.
Dabei muss man wissen, dass es bei Farben folgende aufsteigende Reihenfolge gibt: Kreuz, Karo, Herz, Pik.